22.04.2022 · Olympiapark München GmbH

Ein Leuchtturm des Erinnerns und Gedenkens

Ein Leuchtturm des Erinnerns und Gedenkens

Am 26. April erstrahlt der Turm anlässlich der Vergabe der Spiele 1966 in den Stadtfarben

Eigentlich sollte die Beleuchtung des Olympiaturms 2022 ganz im Zeichen des Jubiläums der Olympischen Sommerspiele von 1972 stehen. Doch die aktuelle Lage gebot ein Umdenken. Seit Kriegsbeginn erstrahlt der Olympiaturm als Leuchtturm der Stadt aus Solidarität mit der Ukraine in dessen Landesfarben Blau und Gelb.

„Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit unsere Solidarität und unser Mitgefühl mit der ukrainischen Bevölkerung auf diesem Weg zum Ausdruck zu bringen“, so Olympiapark-Chefin Marion Schöne.

Ursprünglich vorgesehen war, den Olympiaturm das ganze Jahr über mit einer dezenten weißen Beleuchtung zu illuminieren, und an speziellen Tagen des Erinnerns und des Gedenkens in ganz besonderen Farben. Doch statt weiß, werden weiterhin Blau und Gelb die Farben der täglichen Beleuchtung von Münchens höchstem Bauwerk sein.

Beibehalten werden die Tage, die im Zusammenhang mit dem Jubiläum der Spiele stehen. Denn schon während der Schlussfeier der Sommerspiele 1972 leuchtete der Olympiaturm im berühmten bunten Pastelldesign des Olympia-Chefgestalters Otl Aicher. Und auch in den letzten Jahren bekannte der Turm zu besonderen Anlässen immer wieder Farbe: ob beim Christopher Street Day, am Weltbrustkrebstag oder am Tag der Menschenrechte.

Unterbrochen wird die blau-gelbe Beleuchtung erstmals am 26. April anlässlich des Jahrestags der Vergabe der Sommerspiele an München durch das IOC im Jahr 1966. Begleitet wird dieser wie alle weiteren Tage von einem entsprechenden Storytelling vor allem auf den Social Media-Kanälen des Olympiaparks, das die Geschichte des Datums erklärt und ins Gedächtnis zurückruft.

Weitere Termine sind:

Am 26. Mai zur offiziellen Einweihung des Olympiastadions mit dem Länderspiel Deutschland gegen die Sowjetunion.

Am 29. Juni zur feierlichen Übergabe sämtlicher Sportstätten an das Organisationskomitee.

Am 28. Juli zum Entzünden des Olympischen Feuers und Start des Fackellaufs im griechischen Olympia.

Am 26. August zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1972.

Am 5. September zum Olympia-Attentat, dem Terror-Überfall auf die israelische Delegation im Olympischen Dorf.

Am 11. September zur Schlussfeier der Olympischen Spiele.

Am 17. September zum Beginn der erfolgreichen nacholympischen Nutzung der Olympia-Bauten mit der TV-Show „Ein Platz an der Sonne“ in der Olympiahalle.

Illuminationen sind außerdem für den Tag des Sommernachtstraums am 16. Juli, rund um das MASH-Festival von 24. - 26. Juni und zu den European Championships Munich 2022 vom 11. - 21. August geplant.

Zudem wird der Olympiaturm am 9. Mai zum Europatag in Blau erstrahlen. 

26. April 1966: IOC vergibt die XX. Olympischen Spiele an München

Es waren sechs Worte, mit denen Avery Brundage die Entscheidung bekannt gab. „The Games are awarded to Munich.“ Damit hatte München den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele von 1972. Nicht einmal ein knappes halbes Jahr zuvor, am 28. Oktober 1965, war Willy Daume als NOK-Chef im Münchner Rathaus bei OB Hans-Jochen Vogel aufgekreuzt und hatte ihm seinen Plan unterbreitet, München als Bewerber für Olympia 1972 ins Rennen zu schicken. Die Reaktion des verwunderten Oberbürgermeisters: „Na sauber.“

Beim IOC-Kongress in Rom setzte sich München dann im 2. Wahlgang mit der absoluten Mehrheit gegen die Konkurrenten aus Montreal und Madrid durch. Dank des dadurch beschleunigten Ausbaus der Infrastruktur und des öffentlichen Nahverkehrs wie auch des Neubaus von Straßen und Wohnungen wurde der 26. April zu einem bis heute richtungs- weisenden Tag für die Entwicklung der bayerischen Landeshauptstadt hin zu einer attraktiven Metropole, zu einem Tourismusmagneten von Weltruf. Aus diesem Anlass erstrahlt der Olympiaturm am 26. April 2022 in den Münchner Stadtfarben gelb und schwarz.

Informationen zum Jubiläumsprogramm gibt es unter www.olympiapark.de/de/50jahre/ und muenchen1972-2022.de